Healing at Tschechisches Zentrum Berlin on Berlin Art Grid
Tschechisches Zentrum Berlin

Healing

Artists: tereza jindrová, jana doležalová, marco donnarumma, romana drdová, jakub jansa, barbora kleinhamplová, martin kohout, uriel orlow, johana střížková, miroslava večeřová, pavel prikasky

Gesundheit und gesunde Lebensweise sind für Teile der heutigen Gesellschaft von maßgeblicher Bedeutung. Auch junge tschechische Künstlerinnen und Künstler, unter ihnen ausgewählte Preisträger und Finalisten des Jindřich-Chalupecký-Preises für junge Kunst, setzen sich in der Ausstellung mit diesen Themen auseinander. Sie untersuchen die Möglichkeiten und Grenzen eines modernen Gesundheitsverständnisses und suchen nach Schnittstellen zwischen Rationalität und modernen Heilverfahren auf der einen Seite und irrationalem Glauben und traditionellen Ritualen auf der anderen. Die Ausstellung Healing wurde von Tereza Jindrová kuratiert und von der Jindřich Chalupecký-Gesellschaft organisiert.

Die Ausstellung Healing (dt. Heilen im aktiven und passiven Sinne des Wortes) geht von der Tatsache aus, dass persönliche Gesundheit und gesunde Lebensweise in der heutigen Gesellschaft (vor allem, aber nicht nur in der westlichen Welt) ein so hoch geschätztes Gut ist, dass das Streben nach Gesundheit manchmal beinahe kultische Züge anzunehmen scheint. Die Definition von „gesund sein“ ist in unterschiedlichen Kulturen verschieden, auch die Heilmethoden und -verfahren unterscheiden sich.

Medizin, Heilung und Therapie werden thematisiert und dabei das Vorhandensein gewisser Spannungen und Paradoxe berücksichtigt: seien es Schnittstellen zwischen Rationalität und Glauben, zwischen Wissenschaft und Magie, zwischen Heil-Anwendungen und Ritualen oder zwischen natürlichen und künstlichen Stoffen oder Hilfsmitteln. In der heutigen globalisierten Welt ist es häufig nicht einfach, eine klare Grenze zu ziehen zwischen dem, was modern und progressiv ist (Qualitäten, die wir mit der Entwicklung von Technologien, Wissenschaft, Chemie usw. verbinden können) und dem, was seinem Wesen nach einer langen Tradition entspringt (die wiederum auf vererbtem Wissen, natürlichen Quellen, aber auch auf kollektiven Ritualen und nicht rationalem Glauben basiert).

Aus der Perspektive der zeitgenössischen Kunst will die Ausstellung als Ganzes verschiedene aktuelle Sichtweisen auf das Thema Heilen und Gesundheit zeigen und so den Themenkomplex in weiter gefasste gesellschaftliche, politische und ökonomische Zusammenhänge stellen. Dass die Ausstellung auf der Spannung zwischen rationalen und irrationalen Aspekten des Heilens aufbaut, ist eine Folge ihres Anliegens, auf die enge Verbundenheit dieser gegensätzlichen Aspekte hinzuweisen, die sich in letzter Konsequenz nicht voneinander trennen lassen.

Die Ausstellung wird von der Jindřich-Chalupecký-Gesellschaft organisiert und stellt in einem internationalen Kontext vor allem junge tschechische Künstlerinnen und Künstler vor, unter ihnen auch ausgewählte Preisträger und Finalisten des Jindřich-Chalupecký-Preises.

Ausstellende Künstler: Jana Doležalová, Marco Donnarumma, Romana Drdová, Jakub Jansa, Barbora Kleinhamplová, Martin Kohout, Uriel Orlow, Johana Střížková, Miroslava Večeřová&Pavel Příkaský

Eröffnung: 22. 2. 2018, 19:00 in Anwesenheit der Kuratorin Tereza Jindrová und der ausstellenden Künstler und Künstlerinnen

Öffnungszeit: 23. 2. – 12. 4. 2018, Di – Sa 14 – 18 Uhr

Eintritt frei

3 months ago
Thu, Feb 22 - Mon, Feb 12

Wilhelmstraße 44 / Eingang Mohrenstraße
10117 Berlin
Deutschland

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